29.06.2022
Impuls „Mein Traum einer Kirche“

In unserer Kirche herrscht viel zurzeit Unruhe, Unverständnis, auch Wut und Trauer. Das bewegt uns tief, da wir Teil dieser Kirche und in ihr beheimatet sind als Ordensleute und als engagierte Christen.

Der farbige Pastor Martin Luther King hatte 1963 einen Traum, dass es selbstverständlich sei, dass schwarze und weiße Menschen eines Tages in Frieden an einem Tisch miteinander sitzen können.

Dieser zutiefst christliche Wunsch wurde schon weitgehend wahr.

 

  • Ich träume heute von einer Kirche, in der alle gleich sind, alle am gleichen Tisch sitzen und gemeinsam Gottes Botschaft hören und verkünden.
  • Ich träume davon, dass die Kirchenvertreter, die Unrecht angerichtet haben, den Mut finden, dazu zu stehen, auf die Geschädigten zuzugehen und um Verzeihung zu bitten, damit Heilung geschehen kann.
  • Ich träume von einer Kirche, die so eine Wärme ausstrahlt, dass man sich in ihr wohlfühlt, um sich in ihr von der Wärme Gottes umarmen zu lassen.
  • Ich träume von einer Kirche, in der es heute Menschen gibt, wie unser Ordensvater Franziskus, unsere Ordensmutter Klara und unsere Schwester Elisabeth von Thüringen, die das Evangelium mit ihrem Leben verkünden und andere anstecken, sie dabei zu begleiten.
  • Ich träume davon, dass wir Mauritzer Franziskanerinnen unsere Zelte und Klostertüren weit öffnen, damit Menschen darin Zuflucht finden und bei uns Hilfe und Heilung erfahren, wenn sie äußerlich und innerlich verletzt wurden.
  • Ich träume davon, dass wenigstens einer meiner Träume wahr wird!

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass wir in diesem Sommer Muße finden, uns von der Sonne am Himmel und von der Sonne Gottes bescheinen zu lassen!

 

Schwester M. Diethilde

Provinzoberin